Erfahrungsberichte 2016-12-13T00:14:58+00:00

Erfahrungsberichte

Job-Menthoring Gruppenbild

Erfahrungsberichte

Uwe Classen

JM an der Lehrer-Wirth-Schule

Ich engagiere mich als Job-Mentor, um den Schülerinnen und Schülern bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle zu helfen. Ich profitiere von der ausgezeichneten und erfolgsorientierten Zusammenarbeit mit dem Lehrkörper, der Schülersozialhilfe und den Schülerinnen /  Schülern.

Die gezielte Akquisition nach verfügbaren Ausbildungsplätzen stellt meine persönliche Herausforderung dar. Im Gespräch ermittle ich mit den Jugendlichen den Berufswunsch und wir legen gezielt die weiteren Aktivitäten festlegen.

Die Jugendlichen profitieren, aus meiner Sicht, von einer weiteren Chance und dem Gefühl: „Hier versteht mich jemand.“ Die Rolle der Job-Mentoren ist geprägt durch die langjährige berufliche Erfahrung eines jeden Einzelnen.

Ille Sophie Schalk

JM an der Peslmüller­­schule

Ich arbeite als Job-Mentorin, weil ich der Gemeinschaft etwas zurückgeben möchte. Ich hatte in meinen jungen Jahren bessere Startmöglichkeiten.

Es hat mir viel gebracht selbst zu erkennen, wo es hakt und nach dem ökonomischen Prinzip das Bestmögliche zu erreichen. Ein sehr gutes Gefühl erfüllt mich zu erleben, den einzelnen Schüler weitergebracht zu haben, denn die persönlich verbrachte Beratungszeit bringt Nähe, Verständnis, Grenzen erkennen – eben nicht als Lehrer oder Eltern, sondern als innerlich zugewandte Job-Mentorin, die weiß, wie es „draußen“ (auf dem Markt) aussieht. Im Juli habe ich das Sommerfest der Schule erlebt, an dem die Lehrerschaft als Band spielte (Saxophon, Keyboard, Gitarre, Schlagzeug) und die Schüler mit sehr viel eigenen Ideen einen bunten fröhlichen Tag auf dem wunderbaren Pausenhof mitgestaltet haben. Ein besonderes Erlebnis für mich, das auch mir sehr viel Spaß machte.

Die Motivation der Schüler zu verbessern ist bei einigen sehr schwierig bzw. gelingt bei manchen auch gar nicht. Da gilt es abzuwägen, wohin ich meine eigenen Kräfte und Energien hinwende. Meine Antwort: Die Schüler zu beraten, zu denen ich ein persönliches „Miteinander“ aufbauen konnte. Mein Mit-Mentor und ich haben unser Konzept der Beratung verändert und gehen hoffnungsfroh ins neue Schuljahr.

Die Jugendlichen haben gelernt Vertrauen zu uns Job-Mentoren aufzubauen und ihnen Kontinuität erlebbar zu machen. Einmal wöchentlich sind wir für die Schüler da, sprechen über alles, was sie bewegt: von den mäßigen Noten in der Schule oder Ärger zu Hause bis hin zu Berufswünschen und ausgesuchten Firmen zwecks Bewerbung und entsprechendes Feedback bei zu erwartenden Vorstellungsgesprächen. Bei Erfolgen feiern wir zusammen; bei Absagen machen wir Mut durch neue Alternativen.

Wolfgang Loertzer

JM an der Mittelschule
Cincinnati­straße

Schülerinnen und Schüler von Mittelschulen (früher: Hauptschulen) haben es heute in mehrfacher Hinsicht schwer: sie besuchen einen Schultypus,der in der Öffentlichkeit sehr zurückhaltend bewertet wird, sie haben ein Elternhaus, das vielfach nicht die notwendige Unterstützung bieten kann, und sie stehen bereits in sehr jungen Jahren vor der schweren Frage der richtigen Berufswahl.

All das kann nicht nur viele junge Menschen und deren Eltern überfordern, sondern auch die Mittelschulen selber. Hilfe ist also angesagt: Als Job-Mentor konzentriere ich mich auf Hilfestellung bei der Bewerbung um eine Lehrstelle. Der passende Betrieb muss gefunden, eine überzeugende Bewerbung muss rechtzeitig geschrieben werden. Schließlich muss das Selbstbewusstsein der Schüler aufgebaut und der Ablauf eines Vorstellungsgesprächs simuliert werden, um für das tatsächliche Gespräch gut gerüstet zu sein.

Die eigene Berufs- und Lebenserfahrung sowie die Freude am Umgang mitjungen Menschen helfen mir hier, Schülerinnen und Schüler in dieser schwierigen Phase zu unterstützen.

Dies geschieht ehrenamtlich, also unentgeltlich. Die Belohnung besteht vor allem in der unbändigen Freude der Schüler, wenn sie einen für sie passenden Ausbildungsbetrieb gefunden und einen Lehrvertrag unterschrieben haben.

Dies ist jedoch gleichzeitig auch Ansporn und Motivation für den Job-Mentor, möglichst vielen Schülerinnen und Schülern beim Aufbau einer beruflichen Perspektive zu helfen, die sie für ihre weitere Zukunft dringend benötigen.

Mira Korensky

JM an der Willy-Brandt-Gesamtschule

Wir sind mittlerweile Viele, die den Jugendlichen helfen wollen. Nicht nur wir Job-Mentoren. Warum bin ich dabei? Weil jeder, der hilft – ob der Lehrer, der Sozialpädagoge, der JADE Mitarbeiter, der Berufsberater der Arbeitsagentur und u.v.a. seinen unverwechselbaren Anteil hat. Und die Jugendlichen brauchen viel Unterstützung: Im Praktischen (Bewerbungsbriefe, Lebenslauf, konkrete Berufsberatung, Tipps für anstehende Bewerbungsgespräche, gezielte Kontaktaufnahme zu den richtigen Ausbildungsplatzanbietern und vieles mehr…)

Sie brauchen aber auch Orientierung für sich selbst, für ihre Bedürfnisse, Möglichkeiten und Fähigkeiten. Und Aufmerksamkeit, Interesse und persönliche Begleitung eines Erwachsenen, der Ihnen zuhört und hilft, sich zu entscheiden.

Vor allem hier sehe ich meinen Einsatz als Job-Mentorin. In der persönlichen Begegnung, Unterstützung, als Feedback-Geberin und Stichwort-Geberin. Es ist mir wichtig, dass die oft auch unrealistischen Träume nicht vollständig verschwinden, sondern gute, praktikable „Landungen“ in der Arbeitswelt werden.